10. September 2018: Klimawandel – Warnruf von UNO-Generalsekretär

 

„Wenn die Weltgemeinschaft in den nächsten Jahren so weitermacht mit der Produktion von Treibhausgasen, dann werden die Folgen katastrophal und vor allem nicht mehr kontrollierbar sein“, warnt Guterres. Er spart nicht mit deutlichen Worten: “Der Klimawandel ist das wichtigste Thema unserer Zeit. Und jetzt ist der Moment der Entscheidung, diese existentielle Bedrohung abzuwenden.“ Der Klimawandel bewege sich viel schneller als die Politik. Die Klimaziele, die 2015 im Pariser Abkommen beschlossen wurden, seien viel zu gering gewesen. Man habe sich nur auf ein Drittel der benötigten Maßnahmen einigen können.

 

Es seien noch große Anstrengungen nötig, sagt Guterres. Aber man wisse ja genau, was zu tun sei. Es sei nur eine Frage des politischen Willens. Und der fehle fast überall. „Jeder Tag, an dem wir nichts tun, bewegen wir uns auf ein Schicksal zu, das niemand will, auf unumkehrbare Schäden für die Menschheit und das Leben auf der Erde. Unsere Zukunft liegt in unserer eigenen Hand. Die Welt verlässt sich darauf, dass wir handeln, bevor es zu spät ist.“

 

Wenn Gegner behaupten, eine klimafreundliche Politik schade der Wirtschaft, so sei das nicht wahr, sagt Guterres. Im Gegenteil: Auch die Wirtschaft werde langfristig profitieren.

 

Guterres will für September 2019 einen neuen Klimagipfel einberufen. Bis dahin will er Regierungen überreden, stärkere Maßnahmen zu beschließen. Denn nach 2020 werde es zu spät sein, den Klimawandel aufzuhalten.

 

 

Quelle: Ö1-Radiosendung „Morgenjournal“ vom 11. September 2018