12. Dezember 2017: Macron lud zum Klimagipfel in Paris

 

Frankreichs Staatspräsident Macro lud für 12. Dezember zu einem Klimagipfel. Damit bekräftigte er nicht nur, dass Paris nach dem dortigen Gipfel 2015 auch weiterhin eine wichtige Rolle beim Klimaschutz spielen werde, sondern dass es auch ohne Trump Fortschritte geben könne. Es ging bei diesem Treffen vor allem darum, wie sich der Klimaschutz besser finanzieren lasse.

 

Dass es ums Geld ging, zeigte die Anwesenheit von Superreichen. 225 Finanzinvestoren, die gemeinsam ein Vermögen von mehr als 22 Billionen Euro verwalten, traten an die Öffentlichkeit. Sie wollen Unternehmen zum CO2-Sparen und zum Ausbau der erneuerbaren Energien bewegen. Die Initiative „Climate Action 100+“ sei auf fünf Jahre angelegt und nehme die Konzerne mit dem weltweit größten Treibhausgas-Ausstoß in den Blick, teilten mehrere Investorengruppen mit. Die Unternehmen sollen zudem die Risiken, die der Klimawandel für ihre Geschäftsmodelle bedeutet, in die Finanzberichte einbeziehen.

 

Weitere kräftige Impulse gab es bei dieser Konferenz: Die Weltbank will aus der Finanzierung von Öl- und Gasprojekten aussteigen. Sie werde die Erschließung und Förderung ab Ende 2019 nicht mehr finanzieren.

 

Gleichzeitig gab der französische Axa-Konzern bekannt, den Bau neuer Kohlekraftwerke nicht mehr zu versichern. Auch das Geschäft mit ölhaltigen Sanden soll keinen Versicherungsschutz von Axa mehr bekommen.

 

Auch der schwer verschuldete französische Energie- und Atomkonzern EDF kündigte an, seine Produktionskapazitäten für Solarstrom massiv auszubauen.  

 

Macron kam auch – wie sollte es anders sein – auf die Atomenergie zu sprechen. Einem schnellen Ausstieg erteilte er eine Absage. Die 58 französischen Atomkraftwerke decken derzeit ca. 75 Prozent des Strombedarfs. Der ist der höchste Atomanteil weltweit.