12. Dezember 2018: Ein mutiges Mädchen, das die Erwachsenen beschämt

 

Überall, wo Greta Thunberg auf dem UNO-Klimagipfel im polnischen Kattowitz auftaucht, bildet sich eine Menschentraube um die Schülerin. „Es herrscht totales Chaos um Greta , sie hat keine freie Minute“, erzählt eine Stockholmer Bekannte des Mädchens. Eine schwedische Kirchengemeinde bezeichnete die Klimaschutz-Aktivistin unlängst gar als von Jesus von Nazareth „auserwählte Nachfolgerin“.

 

Dabei dachten Freunde und Lehrer Ende August noch, Greta sei vor allem ein wenig durchgedreht. Nach dem extrem warmen schwedischen Sommer war das, was Greta ihre „Klimaangst“ nennt, so stark geworden, dass sie bis zu den Parlamentswahlen im September drei Wochen lang die Schule schwänzte und danach jeden Freitag. Sie stellte sich vor den schwedischen Reichstag und demonstrierte ganz allein. “Schulstreik für das Klima“ stand auf ihrem Schild. Auf Handzetteln klagte sie die Erwachsenen an. Ihr „scheißt auf meine Zukunft“, stand dort unter anderem. Deshalb müssten die Kinder die Zukunft selbst in die Hand nehmen und den Klimaschutz vorantreiben, so Greta.

 

Die Medien begannen über Greta zu berichten. Täglich kamen weitere Kinder aus der Stadt hinzu. Dann gab es ähnliche Schülerdemos an 100 verschiedenen Orten in Schweden. Das lockte auch Parlamentsabgeordnete und Minister aus ihren abgesicherten Gebäuden herunter auf die Brücke vor dem Stockholmer Parlament, um Greta die Hand zu schütteln.

 

Schulkinder in aller Welt, darunter 15.000 in Australien, machten ihre Streikaktionen nach.

 

Man muss die Botschaft von Greta Thunberg wiederholen: Obwohl die Menschheit vor einer Katastrophe stehe, passiere nichts, weil unsere Politiker sich wie Kinder aufführen würden. Deshalb müssten wir Kinder die Verantwortung übernehmen.