2. August 2017: Heute ist Welterschöpfungstag 2017 (Earth Overshoot Day)

 

 

Der von Umweltorganisationen ausgerufene Welterschöpfungstag (Weltüberlastungstag, Ökoschuldentag, Erdüberlastungstag) markiert den symbolischen Punkt, an dem die Menschheit alles aufgebraucht hat, was die Natur bis zum Ende des Jahres 2017 an Ressourcen zur Verfügung stellen kann. Hinter dieser Idee steht Wolfgang Pekny, der Gründer der Website www.footprint.at.

 

Seit 1970 rutscht dieser Tag im Kalender immer weiter nach vorne. 1987 lag der Earth Overschoot Day am 19. Dezember, 2000 am 1. Oktober, 2009 am 25. September. Heuer findet er sechs Tage früher noch als 2016 statt.  

 

Hauptverantwortlich dafür, dass die Welt schon seit über 30 Jahren Ökoschulden macht, sind die reichen Länder, inklusive Österreich. Der durchschnittliche Mensch auf der Welt hat weniger als den halben Fußabdruck des durchschnittlichen Österreichers. Wir verbrauchen mehr Ressourcen als nachhaltig vorhanden sind. Wir leben nicht nur auf Kosten der nächsten Generationen, sonder auch auf Kosten der Armen dieser Welt.

 

Das größte Problem ist der CO2-Ausstoß durch Verbrennung fossiler Brenn- und Treibstoffe. Er macht mehr als die Hälfte des weltweiten ökologischen Fußabdrucks aus.

 

Wolfgang Pekny fordert z. B. Kostenwahrheit beim Flugverkehr. „Es darf nicht sein, dass das, was 20-mal so viel Fußabdruck hinterlässt halb so viel kostet wie der Zug.“ Aber auch unsere Ernährung, besonders der Verzehr von Fleisch, hinterlässt ökologische Spuren und ist für 26 Prozent des ökologischen Fußabdrucks verantwortlich.  

 

Ab heute machen wir ökologische Schulden und vernichten die stillen Reserven der Erde. Umwelt- und Klimaschutzorganisationen – wie wir – rufen anlässlich des Earth Overshoot Day zu einem effizienteren und nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen auf.

 

Entschlossenes Handeln der österreichischen Politik gefordert

Der ökologische Fußabdruck Österreichs hat sich in den letzten zehn Jahren de fakto nicht verkleinert. Der Erdüberlastungstag zeigt, dass wir längst nicht mehr innerhalb der natürlichen Grenzen unseres Planeten leben, und das darf von der Politik nicht länger ignoriert werden. Die Klimaverhandlungen in Paris sind ein Schritt in die richtige Richtung. Nun müssen den Worten Taten folgen, um diese Ziele auch zu erreichen.


Mehr erneuerbare Energien

 

Neben Ressourcen- und Energieeinsparung sind die erneuerbaren Energien erstes Mittel der Wahl, wenn es um den Klimaschutz geht. Lösungen werden bereits global umgesetzt. Mehr Investitionen laufen weltweit mittlerweile in erneuerbaren Energien als in fossile Energieerzeugung.

Erforderlich ist aber nicht nur ein Umdenken in der Politik, sondern auch in der Art, wie wir wirtschaften und wie wir konsumieren. Jeder Einzelne kann sofort den ökologischen Fußabdruck reduzieren.

 

 

Mit der App Mein Overshoot Day als gratis Download auf overshoot.footprint.at

Weitere Informationen online unter www.footprint.at oder 
http://www.overshootday.org/