20. Dezember 2017: Ohne CO2-Abgabe geht es nicht (II)

 

„Von einer Energiewende ist nichts zu spüren“, schreibt Mag. Neumüller mit Recht in der OÖN-Ausgabe vom 20. Dezember, Seite 4. „Solaranlagen aufs Dach zu schrauben und Windräder aufzustellen ist einfach zu wenig, um die Energiewende zu schaffen.

 

Da gehört mehr dazu“, fordert Neumüller.

 

Stichwort „mehr“: Dafür ist die Politik zuständig. Sie muss den Mut aufbringen, fossile Brenn- und Treibstoffe und Fossilstrom (und Atomstrom, um ein Ausweichen zu verhindern) mit einer in kleinen Schritten steigenden CO2-Abgabe zu belasten (gepaart mit Sozialkomponente). Zum Ausgleich müsste man die Lohnnebenkosten senken. Österreich könnte mit anderen Pionierstaaten in der EU als Vorreiter fungieren. 

 

Nur mit einer CO2-Abgabe kann es im Energie- und Verkehrsbereich zu einem Reduktions- und Substitutionsprozess kommen. Außerdem nehmen wir mit dieser Abgabe die Entwicklung in Richtung Klimaschutz selber in die Hand und lassen uns nicht länger von den Ölstaaten gängeln. Durch Nutzung der Effizienzpotenziale können wir die CO2-Abgabe kompensieren. Die Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen würde generell konkurrenzfähig werden, sodass sich Förderungen bald erübrigen würden. Und die Errichtung von Speicheranlagen, die für Ausgleichsstrom als Ergänzung zu Wind- und Sonnenstrom enorm wichtig sind, würde sich rentieren.