27. September 2017: Retten wir die Donauuferbahn!

 

 

Es ist in höchstem Maße bedauernswert, dass trotz der Dringlichkeit des Klimaschutzes Bahnlinien zum Teil oder ganz aufgelassen werden. Ist doch ernst genommener Umwelt- und Klimaschutz ohne massive Verkehrsverlagerung zum öffentlichen Verkehr mit der Bahn als Rückgrat nicht vorstellbar.

 

Aktuelles Beispiel der Zerstörung einer Bahnlinie ist die Donauuferbahn von Linz bzw. St. Valentin über Mauthausen, Grein, Spitz nach Krems an der Donau. In OÖ wird sie modernisiert, in NÖ ist hingegen vorgesehen, den westlichen Teil abzureißen.

 

Unterschriftenaktion zur Rettung der Donauuferbahn: https://donauuferbahn.aktivist.in/ 

 

Es ist vorgesehen, in NÖ einen 19 Kilometer langen Abschnitt aufzulassen. Das heißt, wenn kein Wunder geschieht, steht der Donauuferbahn-Abschnitt zwischen Weins/Isperdorf (ca. 9 km östlich von Sarmingstein) und Lehen/Ebersdorf (ca. 7 km westlich von Emmersdorf) vor dem Abriss. Als erstes will man zwei Brücken beseitigen und damit vollendete Tatsachen schaffen. Eine entsprechendes Treffen findet morgen, also am 28. September statt.

 

Seit Jahren gibt es zwischen Sarmingstein und Emmersdorf keinen Personenverkehr mehr. So ist die Wachau, eine der schönsten Gegenden Österreichs, von Oberösterreich bzw. generell von Westösterreich per Bahn nur mehr über Umwegen erreichbar. Statt den desolaten Teil zu sanieren, sodass wieder durchgehender Verkehr möglich wäre, plant man die endgültige Unterbrechung.

 

Somit fehlt dem Radtourismus auf Dauer die Donauuferbahn als notwendige Ergänzung. Dies schadet zusätzlich der Tourismusbranche der entsprechenden Donauregionen.

 

Zu bedenken ist außerdem, dass die Donauuferbahn-Strecke entlang der Donau meist auf erhöhter Trasse mit wunderbarer Aussicht auf die Schönheit des Flusstales verläuft und somit eine ideale Tourismusstrecke ist. Dieser Vorteil kann nun nicht mehr genutzt werden, denn der alternative Verkehrsweg, die Donau-Bundesstraße B3, befindet sich in tiefer Lage.

 

Statt der Streckenauflassung bräuchte die Donauuferbahn eine Vorwärtsstrategie: Elektrifizierung, modernes Wagenmaterial (Niederflureinstiege, Stauraum für Fahrräder, Panoramawagen). Außerdem ist im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes eine zunehmende Verlagerung von Gütertransporten auf die Bahn notwendig. Dafür braucht es eine durchgehend befahrbare Donauuferbahn – auch um die Donau-Bundesstraße B 3 zu entlasten.

 

Wie die Donauuferbahn führt fast jede Bahnlinie auch durch Räume dünner Besiedlung. Darf das ein Grund für eine Bahnlinien-Unterbrechung sein?

 

Liebe Leserin! Lieber Leser! Bitte unterstützen Sie die Aktivitäten der Initiativgruppe „Verkehrs- und Regionalforum Waldviertel“ und anderer Initiativgruppen - z. B. auch der „Fördergemeinschaft Donauuferbahn“ (Arbing, Bezirk Perg) -, die sich für den Erhalt der Donauuferbahn einsetzen, mit Ihrer Unterschrift:

https://donauuferbahn.aktivist.in/ 

 

Auch die oberösterreichischen Donauuferbahn-Anrainergemeinden setzen sich dafür ein, dass die Donauuferbahn in ihrer Ganzheit erhalten bleibt. Es soll sichergestellt werden, dass weiterhin die Möglichkeit bestehen bleibt, die Donauuferbahn-Strecke für ein erneutes durchgehendes Zugangebot zwischen Linz und Krems zu reaktivieren.