29. November 2018: Leider empfinden wir nur schönes Wetter als etwas Positives

 

In den „Oberösterreichischen Nachrichten“ vom 29. November brachte es Herr Siegfried Göschl aus Grein in seinem Leserbrief auf den Punkt: Wir haben uns in unserem Denken und Reden weit von der Natur entfernt. Als Beispiel nennt er die Wetterberichte in den Medien, in denen Schönwetter auch dann als positiv dargestellt wird, wenn – wie jetzt – Regen dringend nötig wäre.

 

Göschl schreibt: „Redewendungen wie ‚Am Wochenende setzt sich endlich wieder Sonnenschein durch’ oder ‚Für alle Freizeitaktivitäten kündigt sich ein schönes wolkenfreies Wetter an’ schmerzen derzeit viele betroffene Landsleute. Wir brauchen dringend nachhaltige Niederschläge und kein Tourismuswette. Die Bitte an alle Wetteransager: Worte können viel bewirken, positiv aber auch negativ. Es wird sich das Wetter dadurch leider nicht ändern, aber Verständnis hilft den Betroffenen doch ein wenig.“

 

Die heurige Dürreperiode hat uns deutlich gezeigt, wie wichtig der Regen ist und überhaupt: wie groß die Bedeutung der Landwirtschaft ist. Der Bauer erzeugt das Wichtigste, nämlich unsere Nahrung. Dass er die Lebensmittel zu Spottpreisen verkaufen muss und zum Spielball der Lebensmittelkonzerne wurde, ist ein Unrecht.