31. Oktober 2017: 500-Jahr-Jubiläum der Reformation

 

Heute, also am  31. Oktober, wird das 500-Jahr-Jubiläum der Reformation durch Martin Luther gefeiert. Auf den ersten Blick hat dieses nichts mit Verkehrspolitik zu tun, aber das evangelische Forschungsheim in der Luther-Stadt Wittenberg, wo vor 500 Jahren die Thesen „plakatiert“ wurden, hat sehr wichtige Schritte hinsichtlich  Verkehrs- u. Energiewende gesetzt. Diese Einrichtung wurde somit zum Pionier hiefür. 

 

  • Evangelisches Forschungsheim in Wittenberg ist Pionier in der Umweltbewegung und für Verkehrswende

  • „Erfinder“ des autofreien Aktionstags am 22.9.

  • Auch orthodoxe u. katholische Kirchen sind auf diesen „Zug der Zeit“ aufgesprungen

 

Insbesondere in Sachsen-Anhalt, aber auch in anderen von der Kohle geprägten Regionen des ehem. Ostblocks war die Umweltbelastung durch Abgase extrem hoch; im Straßenverkehr waren zwar weniger Fahrzeuge als im Westen unterwegs, dafür aber  richtige „Dreckschleudern“

 

Daher erschien in der DDR 1980 die 1. Ausgabe der Umweltzeitschrift "Briefe", 1981 erfolgte der Aufruf zum DDR-weiten Wochenende "Mobil ohne Auto", woraus der autofreie Aktionstag am 22.9. u. in Folge die europäische  Mobilitätswoche hervorgegangen sind. 1982-1988 erfolgten 5 Auflagen des Buches "Die Erde ist zu retten". 1982-1991 wurden Vertretertreffen kirchlicher Umweltgruppen organisiert. 

 

Nach der Wiedervereinigung fand 1990 erstmalig die „Messe alternativer Energiegewinnung“  in Wittenberg statt. 1995 wurde das  Forschungsheim nach ökologischen Kriterien umgebaut u.  saniert. 1997 wurde eine Fachstelle "Umwelt und Entwicklung" durch den kirchlichen Entwicklungsdienst eingerichtet. Das Forschungsheim wird ab 2005 als  „Forschungsstelle Ökologische Bildung u. Beratung“ unter dem Dach der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V.  weitergeführt und ausgebaut. 2011 wird das  Gesamtkonzept der Studienstelle „Naturwissenschaft, Ethik und Bewahrung der Schöpfung“ geschaffen.

 

In jüngerer Zeit gilt der autofreie Tag am 22.9. als Aktionstag verbunden mit der Forderung nach einer Verkehrswende, der auch von verschiedenen christlichen Organisationen  unterstützt wird.

 

U. a. dank dieser Aktivitäten sind vor wenigen Jahren auch die Oberhäupter der katholischen (s. Enzyklika „ Laudato si“) . orthodoxen („grüner Patriarch“ Bartholomaios) Kirche auf den „Umweltzug“ aufgesprungen u. haben somit die Kirchen zu einem wichtigen Teil der Umweltbewegung gemacht. So auch  in OÖ. heuer mit der Ökumenische Sommerakademie in Kremsmünster u. dem Böhmerwaldexpreß zur  Ökumenischen Begegnung in Schlägl.

 

Leider sind jedoch insbesondere in den USA manche evangelikale Bewegungen Klimaskeptiker bzw. Leugner der Klimawandels u. haben daher ein Naheverhältnis zur „Tea Party“ bzw. Präsident Trump.